window poster table tv chair carpet indicator-8 indicator-4 indicator-tilted-5 indicator-2 indicator-tilted-12 indicator-5
Schritt #2

Virtuelles Wasser

Ein durchschnittliche Person in Deutschland verbraucht etwa 126 Liter Wasser pro Tag.[1] Wenn wir zu dem Wasserverbrauch in Haushalt und fürs Trinken aber auch den Wasserverbrauch für die Herstellung der Waren berücksichtigen, die wir nutzen, liegt der gesamte Wasserverbrauch pro Person viel höher. Wie viel Wasser in Waren steckt, ist für uns aber so gut wie gar nicht zu erkennen. Für dieses versteckte Wasser verwendet man die Bezeichnung "virtuelles Wasser".

Ein Beispiel: Blumen, die wir in Berlin kaufen, können in Kenia angebaut und dann zu uns importiert worden sein. Ein Pullover, den wir in Portugal kaufen, könnte in Pakistan mit Baumwolle aus Indien hergestellt worden sein. In allen Ländern wäre dann Wasser verbraucht und eventuell auch verschmutzt worden, das den Menschen und der Natur dort dann fehlt. Der Wert dieses genutzten Wassers ist in den Preisen für die Waren, die wir hier kaufen, nicht mit eingerechnet, denn dafür müssen die Hersteller meist kein Geld zahlen. Deshalb sind wir uns nicht darüber bewusst, wie viel Wasser wir mit unserem Einkauf eigentlich verbrauchen.[2]

Die Begriffe "virtuelles Wasser" und "Wasserfußabdruck" helfen uns, besser zu verstehen, wie Wasserknappheit und -verschmutzung in der Produktion und im Handel von Waren entstehen.[2] Die wichtigste Frage ist: Kann man den Handel weiter betreiben, um die Wünsche der Käufer*innen zu erfüllen und gleichzeitig für den Schutz des Wassers zu sorgen?

Sources

  1. Umweltbundesamt. (2024). Wassernutzung privater Haushalte
  2. Hoekstra, A. Y. (2013). The water footprint of modern consumer society. In Routledge eBooks.

Willst du mehr erfahren?

Einfach erklärt: Warum Du Wasser verschwendest! | Made in Germany

DW Deutschland · 2020

Deutschland verbraucht dreimal jährlich den Bodensee

WWF Deutschland · 2020

Wassernutzung privater Haushalte

Umweltbundesamt · 2024